Plakate, Hausbesuche oder Facebook? Was im Wahlkampf wirkt

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Dr. Louis Perron
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Plakate oder Facebook? Hausbesuche oder Telefonanrufe? Häufig ist das in Schweizer Wahlkampfteams eine Art Glaubensbekenntnis oder gar Glaubenskrieg. Ich sage: ausprobieren und Erfolg messen. Wenn’s funktioniert, mehr Zeit und Geld investieren. Wenn’s nicht funktioniert, etwas anderes ausprobieren. Dabei gibt es aber wichtige Unterschiede zwischen einem Wahlkampf für eine Partei und demjenigen für eine Person. In der Schweiz ist derjenige Personenwahlkampf am effizientesten, der nicht aussieht wie Wahlkampf. Personenwahlkämpfe werden nicht während den letzten paar Wochen vor der Wahl entschieden. Teure Plakate mit lächelnden Gesichtern und inhaltslosen Sprüchen sind – so wie Giveaways – klassische Geldverschwendung. So gibt es nicht wenige Kandidaten für National- und Kantonsratswahlen, welche fünf- und sechsstellige Beträge auftreiben und trotzdem nicht gewählt werden. In einem Personenwahlkampf in der Schweiz ist die Ressource Zeit (clever eingesetzt!) viel entscheidender als Geld. Es zählt die mittelfristige Aufbauarbeit. Dazu gehören das Besetzen von Themen, eine proaktive mediale Verwertung der politischen Arbeit und die Bedienung der eigenen Unterstützer. Auch der Aufbau einer Datenbank ist essentiell. Panaschierstimmen werden häufig überschätzt. Die Musik spielt bei solchen Wahlkämpfen meistens im eigenen Lager.

 

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