Arena-Boykott der SVP

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Dr. Louis Perron
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Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) ist in unserer Medienlandschaft absolut dominat. Ergo ist es wenig erstaunlich, dass sich Politiker wie Journalisten daran reiben, seit ich denken kann. Als ich ein Kind war, lief die Serie Motel. Der Blick unter Leitung von Peter Uebersax ritt eine laute Kampagne dagegen. Spezifisch auf die Arena bezogen, erinnere ich mich daran, wie Peter Bodenmann während der 1990er Jahre einmal zur Sendung herauslief, weil er der Meinung war, es seien die falschen Gäste eingeladen.

Das momentante Gedönse um den Arena-Boykott der SVP sehe ich in dieser Perspektive. Wichtig finde ich in diesem Zusammenhang allerdings: Thomas Aeschi wurde in die Sendung eingeladen und hat eine Plattform erhalten. Sandro Brotz hat Aeschi’s Aussage im Parlament thematisiert und kritisiert. Nachdem Aeschi’s Aussage im Parlament bereits im Vorfeld der Sendung zum Thema wurde und die Grüne Aline Trede ihre Teilnahme deswegen absagte, blieb dem Moderator wenig andere Wahl. Das  Vorgehen (Aeschi einladen, aber Aussage thematisieren) ist eigentlich richtig. Es gibt entsprechend wenig Grund für einen Boykott. Ich denke, dass die SRF-Leitung gelassen der Aussprache entgegen schaut und sich nicht erpressen lassen wird.

Das Ganze erinnert mich an Wrestling in den USA: es sieht dramatisch aus, aber eigentlich wissen Zuschauer wie Beteiligte, dass alles nur Show ist.

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