Dem Stimmenverlust der SVP auf der Spur

author
Dr. Louis Perron
blog post louis

Die SVP hat bei den Wahlen 2015 elf Sitze im Nationalrat gewonnen. Letztes Wochenende verlor sie deren zwölf. Der Stimmenverlust der SVP hat zahlreiche Gründe. 2015 erzielte die Partei ein Rekordresultat seit die Schweiz das Proporzsystem kennt. Dieses war unter normalen Umständen schwierig zu halten war. Der mediale Makrotrend (und der ist bei Schweizer Wahlen 80%) half nicht. Das Thema Klima ist und bleibt für die SVP schwierig. Diejenigen Themen, mit denen sie in der Vergangenheit ihre Wählerschaft mobilisierte (Europa, Zuwanderung) waren wenig präsent. Dies könnte sich ändern, wenn die Debatte über das Rahmenabkommen im Alltag der Leute ankommt. Wenn es in der Vergangenheit eine Partei gab, die im Wahlkampf kämpfen konnte, dann war das die SVP. Dieses Jahr kam sie nie ganz auf Touren. Vom Campaigning her gesehen, kam mir vieles wie eine Wiederholung von früheren Kampagnen vor. Gute Kampagnen sind nie eine Wiederholung von früheren guten Kampagnen. Und schliesslich nagt die Partei an der Nachfolge von Christoph Blocher: Er hat die Partei während 25 Jahren geprägt, ihr ein Gesicht gegeben und sie zu dem gemacht, was sie heute ist. Die Nachfolge einer so dominanten Figur ist immer schwierig. Deshalb finde ich auch die Diskussion über Albert Rösti müssig. Ich zweifle, ob es eine anderer Parteipräsident oder ein andere Parteipräsidentin besser gemacht hätte.

Abonnieren Sie den Newsletter "The Campaign Doctor" von Politikberater Louis Perron und erhalten Sie bewährte Wahlkampfstrategien jede Woche direkt in Ihrem Posteingang

Als Willkommensgeschenk erhalten Sie ein einstündiges, exklusives Video über mein neues Buch "Beat the Incumbent."