Donald Trump angeklagt!

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Dr. Louis Perron
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Diese Woche gab es historische News aus den USA: Donald Trump ist der erste Ex-Präsident, der offiziell angeklagt wird. Für eine Anklage braucht es in der Jury keine Einstimmigkeit, sondern nur eine Mehrheit. Angeklagt heisst auch nicht schuldig. Doch auch wenn die Unschuldsvermutung gilt, ist eine Anklage in den USA und insbesondere in New York brutal für die Angeklagten. Man erinnere sich etwa an die Bilder von Dominique Strauss-Kahn. Von daher ist der kommende Dienstag, wenn Trump voraussichtlich nach New York gehen wird, sicher nicht etwas, was er persönlich wollte.

Ich habe es zwar letzte Woche breits auf meinem englischsprachigen Blog geschrieben, aber es lohnt sich, das hier nochmals zu wiederholen. Ich habe für mehr als hundert Politiker gearbeitet (vom Stadtrat bis zu Präsidenten) und keiner von denen hat mir jemals gesagt, dass eine Anklage gut wäre für ihren Wahlkampf. Schon gar nicht in den USA, wo die Gerichte so mächtig sind.

Im Fall von Tump könnte die Anklage seine Unterstützer vielleicht kurzfristig mobilisieren. Die Basis ist jedoch zu klein, um eine Präsidentschaftswahl zu gewinnen. Und bei den Wechselwählern hilft die Anklage sicher nicht. Es erinnert sie im Gegenteil an diejenigen Aspekte, die sie an Trump eben genau nicht mögen: seinen Charakter, der konstante Lärm und das Chaos, der Fokus auf ihn als Person. Entsprechend haben sie bei den Wahlen 2018, 2020 und 2022 gegen Trump und seine Kandidaten gestimmt.

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