Es ist Wahlkampf und keiner geht hin

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Dr. Louis Perron
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Egal welche Sonntagszeitung man gestern gelesen hat, man wüsste nicht, dass in der Schweiz Wahlkampf ist. Weder in der SonntagsZeitung, in der NZZ am Sonntag noch im SonntagsBlick waren die Wahlen ein wichtiges Thema. Ich habe das auch einmal mit einer Korrespondentin des ORF aus Österreich besprochen. Sie war erstaunt, wie wenig die Wahlen bei uns vergleichsweise ein Thema sind.

Auch das Kandidatenkarussell für die Bundesratswahlen will nicht so richtig in Schwung kommen. Ich werde bei der einen oder anderen Ankündigung den Verdacht nicht los, dass es mehr um Wahlkampf für die Nationalratswahlen geht als um die Bundesratswahlen.

Letzte Woche hat Matthias Aebischer aus dem Kanton Bern angekündigt, kandidieren zu wollen. Fast zeitlich hat der Nationalrat ein Importverbot der Stopfleber versenkt. Wenn ich mich nicht irre, ging das Vorhaben auf einen Vorstoss von Matthias Aebischer zurück.

Dabei wäre die Ausgangslage für die Bundesratswahlen spannend, denn bei den Kriterien sind wir so flexibel wie selten. Es darf sogar ein Deutschweizer SP-Mann sein. Die Frau des Feminismus könnte aber problemlos auch mit zwei Frauen im Bundesrat vertreten sein. Schliesslich waren es ja lange genau auch zwei Männer. Es könnte aber auch ein Kandidat oder eine Kandidatin aus der Westschweiz sein. Ich denke, dass sich einige Schwergewichte aber erst nach den National- und Ständeratswahlen outen werden.

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