Über Giveaways im Wahlkampf

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Dr. Louis Perron
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Ich war einmal bei einer Kantonalpartei eingeladen, um über das Thema Wahlkampf zu referieren. Während der Fragerunde wurde ich von einer Teilnehmerin gefragt, was ich denn von Giveaways im Wahlkampf halte. «Geldverschwendung», lautete meine reflexartige Antwort. Später beim Apéro wurde mir gesagt, dass diejenige Person, welche die Frage gestellt hatte, eine Firma für Giveaways führe.

Trotzdem ist es meine Einschätzung. Ich habe das auch mehrmals in Fokusgruppen getestet: Die Wählerinnen und Wähler machen sich sogar lustig über «die vielen Nastücher», die sie vor Wahlen erhalten. Jemanden wählen würden sie deswegen sicher nicht. Wählerinnen und Wähler gehen an die Urne, um ein politisches Statement zu machen.

Wenn es denn unbedingt sein muss, dann sollte das Giveaway deshalb wenigstens die Botschaft und die Weltanschauung der Partei oder der Kandidaten kommunizieren, also zum Beispiel Jasskarten für die SVP oder ein Schild für ans Velo für die Grünen. Und ganz allgemein gilt im Wahlkampf: Mut zur politischen Aussage!

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