Was ist Opposition Research?

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Dr. Louis Perron
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Opposition Research ist ein Instrument aus dem U.S.-Wahlkampf. Insider nennen es im Kampagnenjargon auch kurz «Oppo». Es geht darum, die Schwächen und Widersprüche des Gegenspielers systematisch zu sammeln und zu dokumentieren. Dies sollte man nicht verwechseln mit Schnüffelei. Opposition Research betrifft öffentlich zugängliche Daten sowie dokumentierte und referenzierte Informationen. Schlüssel und Nutzen liegen in der Systematik.

Konkret besteht Opposition Research aus drei Phasen: 1) Das systematische Sammeln von Informationen, 2) das Herausarbeiten und Erkennen von Mustern, 3) allfällige Verwendung der Informationen bezüglich Anpassung der eigenen Strategie, Definition von Zielgruppen oder der eigenen Medienarbeit. Während Opposition Research in den USA zum Standard-Werkzeug jeder Kampagne gehört, ist das Instrument in der Schweiz weitgehend unbekannt. Wenn es angewendet wird, dann wohl eher im Bereich Public Affairs denn in Wahlkämpfen. Es ist dann also eher «Decision Maker Research», aber nicht weniger schlagkräftig.

Sun Tzu, ein Chinesischer General und Philosoph, soll mal gesagt haben: Wer sich selber und seinen Gegner kennt, braucht sich vor 100 Schlachten nicht zu fürchten. Das ist (vom militärischen Vokabular mal abgesehen) die Essenz von Opposition Research in einem Satz zusammengefasst.

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