Alain Berset und das bekannte Jahr zu viel

author
Dr. Louis Perron
blog post louis

Während der Coronakrise war der Höhepunkt seiner Karriere. Als Krisenmanager und Staatsmann war Monsieur le Ministre auf allen Kanälen präsent. Es gab auch damals Kritik an Alain Berset, aber was er diesen entgegnete, stimmte: in welchem Land hätte man während der Pandemie lieber und besser gelebt als in der Schweiz.

Er hätte nach dem Ende der Pandemie als gefeierter Mann zurücktreten können. Aber nein, die beiden Sozis im Bundesrat brachten es nicht auf die Reihe, ihre Rücktritte zu koordinieren.

Dann kam Coronaleaks, die Flugaffäre und die komplett falsche Aussage zum Krieg von Russland gegen die Ukraine. Ich kann mich noch gut erinnern, als Hans-Rudolf Merz als Bundespräsident meinte, er müsse die Aussenpolitik an sich reissen. Es ging auch damals gründlich in die Hose.

Nichts will mehr gelingen. Die Ankündigung von Sparmassnamen bei behinderten Kindern wurde zum kommunikativen Fiasko.

Es ist das bekannte Jahr zu viel im Amt. Jetzt geht es nur noch darum, zu beweisen, dass Berset seinen Rücktritt selbst bestimmen kann und nicht etwa wegen dem öffentlichen Druck zurücktritt. Und auf einmal fragt man sich, was Berset eigentlich ausser der IV-Revision erreicht hat?

Ein Kunde von mir aus dem Ausland sagt, dass man während drei Amtsperioden erreichen sollte, was immer man für sein Land erreichen wollte. Nachher geht es nur noch um den Machterhalt. Genauso ist es.

Abonnieren Sie den Newsletter "The Campaign Doctor" von Politikberater Louis Perron und erhalten Sie bewährte Wahlkampfstrategien jede Woche direkt in Ihrem Posteingang

Als Willkommensgeschenk erhalten Sie ein einstündiges, exklusives Video über mein neues Buch "Beat the Incumbent."