Das Beste, was Joe Biden im Wahlkampf tun kann

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Dr. Louis Perron
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Wahlen mit einem Amtsinhaber sind in erster Linie ein Referendum über den Amtsinhaber. Mit dem Coronavirus ist das passiert, was sonst selten passiert: Die öffentliche Meinung und die Ausgangslage haben sich über Nacht schlagartig geändert. Eine Wahl ist jetzt ein Referendum über das Krisenmanagement des Amtsinhabers geworden.

Was heisst das für die U.S.-Wahlen im Herbst? Vor ein paar Wochen, als der Kongress ein riesiges Hilfspaket schnürte, lag die Zustimmungsrate zu Trumps Amtsführung kurz bei 47%. Das ist zwar nicht berauschend. George H. W. Bush hatte nach dem ersten Irakkrieg Zustimmungsraten von 90%. Aber für Trump war es der beste Wert seiner Amtszeit. Mittlerweile liegt er aber wieder bei 44%. Und bereits tauchen Umfragen auf, welche selbst Texas in Reichweite der Demokraten zeigen. Doch es ist Vorsicht angebracht: Trump wurde immer wieder unterschätzt.

Rein vom Timing her kommen die Vorwürfe einer früheren Mitarbeiterin gegen Joe Biden für ihn zum besten Zeitpunkt. Die Leute haben momentan andere Sorgen und Biden hofft wohl, dass die Vorwürfe bis zum eigentlichen Wahlkampf bereits «old news» sind. Was ist also das Beste, was Joe Biden unter den gegebenen Umständen tun kann? Nichts. Sollte er diesen November gewinnen, wird es wenig damit zu tun haben, was er oder sein Team im Wahlkampf getan oder gesagt haben. Nur Trump kann Trump schlagen.

Ueber die Coronakratie habe ich auch mit Dennis Bühler von der Republik gesprochen. Den entsprechenden Artikel finden Sie hier.

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