Der 24-Stunden Newszyklus

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Dr. Louis Perron
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Es ist noch nicht allzu lange her, als die abendlichen Nachrichten das Tagesgeschehen zusammenfassten und auch die Zeitungen grundsätzlich berichteten, was am vorherigen Tag passiert ist. Doch heute ist der Nachrichtenfluss praktisch ohne Unterbruch. Auch der Wettbewerb unter den diversen Newsprodukten hat sich verstärkt.

Ich habe schon ganze Fokusgruppen lang darüber diskutiert und die Probanden und Probandinnen ihren Medientag beschreiben lassen. Es gibt immer noch Leute, die am Morgen auf dem Weg zur Arbeit die Printausgabe der Zeitung lesen und am Abend im Schweizer Fernsehen die Tagesschau schauen. Es gibt aber auch Leute, bei denen der Medientag bereits im Bett mit Push-Nachrichten auf dem Smartphone beginnt, die im Büro praktisch ununterbrochen auf Newswebseiten surfen und vor allem auch internationale Medien konsumieren.

Das Krisen- und Kampagnenmanagement muss sich anpassen und dem erhöhten Tempo und der Diversifikation gerecht werden. Der Kampf um Newskonsumenten ist mindestens so kompetitiv wie derjenige um Stimmen. Politikerinnen und Politiker denken manchmal, dass es die Medien auf sie abgesehen haben. Und in der Tat führen Medien manchmal regelrechte Kampagnen gegen bestimmte Persönlichkeiten. In diesen Fällen ist es das Beste, durch einen anderen medialen Kanal zu antworten. Als Faustregel gilt auch: Häufig wissen Journalistinnen und Journalisten mehr, als sie im ersten Bericht publizieren.

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