Krisenmanagement: Anschuldigungen nicht reflexartig abstreiten

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Dr. Louis Perron
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In meiner Arbeit als Politberater habe ich Kunden erlebt, denen Korruption, Alkoholismus, Drogenkonsum, eheliche Untreue, zweifelhafte Allianzen oder überteuerte Projekte vorgeworfen wurden. Und wir haben es eben wieder im Zusammenhang mit den Bundesratswahlen erlebt: wer in den Medien Zielscheibe eines Vorwurfs wird, streitet die Anschuldigung oft reflexartig ab. Dies ist zwar eine durch und durch menschliche Reaktion, trägt aber häufig dazu bei, die Situation zu verschlimmern. Manchmal ist es auch das Lügen und Abstreiten, welches zum echten Problem wird, während man den eigentlichen Vorwurf leicht hätte entkräften können. Wer einen Vorwurf abstreitet und später zugeben muss, dass es trotzdem stimmt, ist in einer schwierigen Situation. Je schneller die Kurskorrektur kommt, desto besser. Wer sich eine Kandidatur für ein öffentliches Amt überlegt, sollte sich entsprechend und professionell vorbereiten. Man sollte auf Anschuldigungen vorbereitet sein und diese elegant und glaubwürdig entkräften können. Ich habe schon ganze Klausuren mit Kunden genau damit verbracht.

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