Lächeln oder ernst gucken auf dem Wahlplakat?

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Dr. Louis Perron
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Letzte Woche hat mich ein Westschweizer Journalist kontaktiert. Seine Frage war, ob es besser ist, wenn Kandidaten auf einem Wahlplakat lächeln oder ernst blicken.

Diese Frage ist zuallererst einmal Ausdruck der Verzweiflung unserer Journalisten ob dem inhaltsleeren Wahlkampf. Es ist kurz vor den Wahlen und man müsste über den Wahlkampf berichten, aber der Wahlkampf ist derart flau, dass sich Jurnalisten irgendwelche Geschichten aus dem Ärmel saugen müssen.

Das Visuelle ist im Wahlkampf durchaus wichtig, insofern es die politische Botschaft kommuniziert. Wenn man also zum Beispiel als Team antritt, warum nicht ein Bild produzieren, welches Teamgeist kommuniziert. Stattdessen sehen wir zu 80% in solchen Fällen offensichtlich Photoshop.

Vor 20 Jahren, als Photoshop erfunden wurde, war das tatsächlich eine tolle Sache. Man konnte zusammen auf einem Bild erscheinen, ohne vorher gemeinsam ein Photoshooting gemacht zu haben. Aber bitte, es ist 20 Jahre her. Wo sind all die Kreativen und Fotografen?

Ich habe Kundinnen und Kunden auch schon geraten, auf Fotos jünger oder anders auszusehen. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich geraten habe, zu lächeln oder ernst in die Welt zu blicken. Und mir ist auch keine Wahl bekannt, die darob enschieden wurde.

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