SVP greift linke Städte an – mein Quote im TagesAnzeiger

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Dr. Louis Perron
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Reden zum 1.August sind meistens langweilig. Viele Politiker versuchen häufig auf eher plumpe Art und Weise, das eigene Parteiprogram mit patriotischer Rhetorik zu verknüpfen. Je nach dem steht dann Solidarität, ein liberaler Geist oder eben Freiheit für typisch schweizerische Werte. Dieses Jahr hat vor allem die Botschaft von SVP-Präsident Mario Chiesa für Schlagzeilen gesorgt. Mit markigen Worten attackierte er die Politik der rot-grünen Städte. Diese bieten in der Tat zuweilen Angriffsfläche. In der Stadt Zürich beispielsweise macht die Linke seit Jahrzehnten Wahlkampf mit dem Thema Velowege und niemand scheint es ihnen übel zu nehmen, dass nach fast 30 Jahren an der Macht diesbezüglich nicht mehr passiert ist.

Zurück zu Chiesa: Ich denke, es ist zuerst einmal ein Lebenszeichen des SVP-Präsidenten. Es gibt Ende Juli, Anfang August immer eine Woche, während der die anderen meinen, es sei Sommerloch und im Urlaub sind; und sich die SVP lautstark zu Wort meldet. Das ist jedes Jahr so. Weiter sehe ich die Botschaft von Chiesa auch als Versuch, den Erfolg, den die SVP mit dem CO2-Gesetz hatte, weiterzuziehen. Es war der erste Erfolg der Volkspartei seit langem und dann erst noch einer ausserhalb des Kernthemas «Ausländer». Aus Kampagnensicht ist es da nicht falsch, ein Bricket nachzulegen. Meine Einschätzung für den TagesAnzeiger finden Sie hier.

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