Was kann man im Wahlkampf jetzt noch tun?

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Dr. Louis Perron
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Was kann und soll man im Wahlkampf jetzt noch tun? Get out the vote (GOTV)!

So nennt man in den USA die Schlussmobilisierung. Dabei stürmt man aber nicht einfach ziellos auf die Strasse. Vielmehr ist es ein ausgeklügeltes Zusammenspiel von Big Data, Social Media und dem traditionellen Klinken putzen. Facebook kennt seit mehr als einem Jahrzehnt den «Vote»-Button. Nun soll er auch in der Schweiz zu sehen und benutzen sein. Damit kann also jedermann kundtun, dass er oder sie gewählt hat. Aus Sicht der Campaigner ist dies für die Schlussmobilisierung äusserst interessant. Der «Vote»-Button sollte also in die GOTV-Strategie integriert werden. Vor allem das Element der Sozialkontrolle, dass die Freunde also sehen, dass man gewählt hat, macht die Applikation interessant.

Auch aus demokratiepolitischer Sicht sehe ich durchaus Vorteile am «Vote»-Button. Die bestehenden Studien scheinen in der Tendenz zu beweisen, dass der Button zu einer ganz leichten, aber statistisch nachweisbaren Erhöhung der Wahlbeteiligung führt. Allerdings darf man auch nicht naiv sein. Daten sind das neue Gold und Erdöl zusammen. Facebook ist nicht 500 Milliarden wert, weil es alles gratis macht. Wer Facebook benutzt, bezahlt zwar nicht mit Geld, wohl aber mit einer gewissen Aufgabe von Anonymität und Privatsphäre. Mehr zu dies Thema und mein Quote dazu auch im Artikel von Pascal Unternährer im TagesAnzeiger.

Ebenfalls ein Thema im Schlussspurt des Wahlkampfes ist der Vandalismus an Wahlplakaten. Warum ist vor allem die SVP davon betroffen? Meine Antwort dazu im Beitrag von Nico Nabholz auf dem Geburtstagssender TeleZüri.

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