Was tun, wenn man eine Wahl verliert?

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Dr. Louis Perron
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Einige erinnern sich vielleicht noch an die legendäre Nummer von Emil Steinberger: Er spielt einen Kandidaten, der eine Wahl verloren hat. Zuerst streitet er ab, sich als Verlierer zu sehen. Am Ende hat er Tränen in den Augen.

Wer eine Wahl verliert, sollte eine ehrliche, schonungslose und selbstkritische Analyse machen, warum dies der Fall war. Der Fokus sollte dabei auf denjenigen Faktoren liegen, die man in der Zukunft beeinflussen kann und will.

Klingt logisch, doch wie läuft das bei den Schweizer Parteien rund acht Monate nach den eidgenössischen Wahlen? Ich habe von aussen den Eindruck, SP und SVP haben vergessen oder verdrängt, dass sie letzten Herbst verloren haben. Notabene bei der Volkspartei konstatiere ich weder betreffend Substanz noch betreffend Form Veränderungen, die darauf schliessen lassen, dass man die -3.8% Wähleranteil wirklich zur Kenntnis genommen hat. Die BDP löst sich de facto auf. Und die CVP hat sich selbst und viele andere davon überzeugt, dass sie die letzten Wahlen eigentlich gewonnen hat.

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