Wie ein Bundesratskandidat Wahlkampf machen sollte

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Dr. Louis Perron
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Die Schweiz ist nicht Amerika. Bei uns zeigt man Ambitionen nicht so offen wie in den USA. Schon gar nicht in der Politik. Das heisst aber nicht, dass ein Bundesratskandidat nichts tun kann oder tun sollte. Es sei diesbezüglich an eine Anekdote erinnert: Wenn Hansjörg Walter sich selber gewählt hätte, dann wäre er Bundesrat geworden und nicht Ueli Maurer.

Ein Bundesratskandidat sollte also zuerst einmal seine Hausaufgaben erledigen. Er wird beispielsweise sicher nach seiner Europa-Politik gefragt werden. Die bürgerliche Mitte ist entscheidend und genau in dieser Frage besteht der grösste Unterschied zur SVP. Man muss beispielsweise betreffend bilateralem Weg eine gute Antwort bereit haben.

Im weiteren sieht ein Wahlkampf für den Bundesrat nicht aus wie ein Wahlkampf. Es ist eine implizite Kampagne, ähnlich wie etwa für eine Nominations- oder Delegiertenversammlung. Man macht das nicht selber, sondern hat Botschafter, die für den Kandidaten weibeln. Das sollte aber hinter den Kulissen generalstabsmässig geplant und orchestriert werden. Dabei muss man auch Stimmen zählen können. Man muss wissen, auf wen man sich verlassen kann. Denn es wird bekanntlich nie so viel gelogen in der Wandelhalle wie vor Bundesratswahlen.

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