Wie man kommunale und kantonale Wahlkämpfe gewinnt

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Dr. Louis Perron
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Bei Wahlen für kommunale Parlamente und Regierungen, sowie bei Wahlkampagnen für kantonale Parlamente (in kleineren Kantonen) gilt eine einfache Grundregel: je weniger ein Wahlkampf nach «offiziellem» Wahlkampf aussieht, desto effizienter ist eine Kampagne.

Das heisst natürlich nicht, dass man als Kandidat oder Kandidatin nichts tun sollte. Die Präsenz auf dem Terrain und an Anlässen , die Vernetzung, der persönliche Kontakt und auch das Bearbeiten von Themen sind aber entscheidender als eine Materialschlacht oder Kampagnen auf Social Media. Zu Zeiten von Corona ist das natürlich etwas schwieriger, aber nicht unmöglich. Wie ich in einem früheren Beitrag geschrieben habe, sollte man die momentane Zeit dazu nutzen, endlich auch ältere Menschen online einzubinden und zu organisieren.

Wichtig ist bei lokalen Wahlkämpfen auch, dass man nicht zu ambitioniert und eifrig rüberkommt. Die Schweiz ist nicht die USA: man zeigt bei uns Ambitionen nicht so offen – schon gar nicht in der Politik.

Die Parteipolitik spielt bei kommunalen Wahlkämpfen eine kleinere Rolle, trotzdem sollte man aber den Inhalt und die Substanz nicht vergessen. Es ist es wichtig, dass man zeigt, dass man einen Ort kennt, spürt und repräsentiert. Machen Sie den Test: Wenn ein Parteikollege oder eine Parteikollegin in einem anderen Kanton ihr Kampagnenmaterial mit wenig Änderungen auch aufhängen könnte, ist es unpersönliche und wirkungslose Propaganda.

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